Labor 3 am 22.11.2018: Leerstände füllen – Erfolgsfaktoren & Hindernisse

In diesem Labor suchen wir nach Lösungen, unterschiedliche Interessen zusammen zu bringen und leere Räume zu füllen! Was können Eigentümer, Stadt und Kreative dazu beitragen? Welche Faktoren müssen erfüllt sein, um erfolgreich zusammen zu kommen?

Thematisch in den Abend einführen wird Michael Grundmann aus Oberhausen. Der langjährige Geschäftsführer der CentrO Management GmbH ist seit fünf Monaten als externer Berater im Auftrag der Stadt tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem die Stärkung der urbanen Aufenthaltsqualität, die Netzwerkbildung zwischen Immobilienbesitzern, Investoren und dem Einzelhandel und der Abbau oder die Kaschierung von Leerständen durch Vermietung oder Übergangslösungen.

Daran anschließen werden kurze Impulse von folgenden Personen:

Silvia Beckmann von der Stadtteilgenossenschaft InWest in Dortmund ist eine Unterstützerin positiver Entwicklungsprozesse. InWest wurde im Jahre 2011 gegründet und bildet ein „Dach“ für Unternehmen, Vereine und weitere im Stadtteil engagierte Akteure und will so die vorhandenen Ressourcen und Kompetenzen bündeln und vernetzen sowie neue Angebote und Dienstleistungen für den Stadtteil entwickeln. Perspektivisch sollen nachhaltig (wirtschaftlich) tragfähige Strukturen aufgebaut werden, welche die positiven Entwicklungen verstetigen.

Jannik Wendorff wird das Zwischennutzungsprojekt „Shopping Lab Aachen“ vorstellen, das durch das Land NRW gefördert und vom 16.10.2017-15.02.2019 durch die Stadt Aachen und ihre vier Projektpartner aus Hochschule und Privatwirtschaft durchgeführt wird. Inhalt des Projekts ist ein temporär angelegter Pop-Up-Store in der Aachener Innenstadt, das „Shopping Lab, welches Händlerinnen und Händler aber auch die allgemeine Öffentlichkeit einlädt, die Digitalisierung des Handels niederschwellig und interaktiv zu erleben, an zahlreichen weiterbildenden Veranstaltungen teilzunehmen und eine individuelle Digitalstrategie zu entwickeln.

Bettina Zobel und Stefan Lorek werden davon berichten, wie das Stadtmarketing Bochum dabei hilft, Kulturräume für Kreative und die Kreativwirtschaft in Leerständen in der Bochumer Innenstadt zu schaffen. Unter dem Label „Tapetenwechsel-Bochum“ sollen dort Kreative und Kreativwirtschaft aus dem Bereich der Start-Up-Szene kurz- mittel- und langfristig angesiedelt werden.

Supermarkt der Ideen – Projektbeschreibung

Sichtbare Folgen des Strukturwandels des Einzelhandels, wie leerstehende Ladenzeilen, sind in der Oberhausener Innenstadt keine Seltenheit. Besonders nach der Eröffnung des Einkaufszentrums CentrO in der „Neuen Mitte Oberhausen“, aber auch durch einen zunehmenden Onlinehandel und andere Veränderungen im Geschäftsleben verlor die „Alte Mitte“ an Lebendigkeit und viele Einzelhändler ihre Existenzgrundlage.

Hier möchte das Projekt „Supermarkt der Ideen“ ansetzen.

Weil das Kreativ.Quartier Oberhausen-Mitte mitten in der Innenstadt angesiedelt ist, bietet sich hier die Möglichkeit, die beiden Fragestellungen „Veränderung des Einzelhandels“ und „Aufblühen der Kultur-, Kreativ- und GründerInnen Landschaft“ zu verbinden und nach neuen Lösungen zu suchen.

Das Projekt besteht aus zwei Bausteinen: dem „Supermarkt der Ideen“, als Ausstellungsort und Treffpunkt für BürgerInnen und Kreative sowie einer Veranstaltungsreihe, in dem kunst- und kulturgerechte Strategien und Instrumente entwickelt werden, um Kultur-oder Kreativunternehmer auf der Marktstraße anzusiedeln, eine GründerInnen-Landschaft aufzubauen und wenn möglich zu verstetigen.

Der „Supermarkt der Ideen“ hat an fünf Tagen die Woche geöffnet und erinnert in der Gestaltung an einen gewöhnlichen Supermarkt. Anstelle von Konsumgütern werden hier jedoch Ideen für die Innenstadtentwicklung gehandelt. Dabei geht es immer darum, wie man die Talente der Oberhausener Innenstadt zusammenbringen kann, um neue Ideen für die Innenstadt zu entwickeln. In vier Abendveranstaltungen, den „Laboren“, geben Expertinnen und Experten Anregungen für die Diskussion. Ihre Ideen fließen ebenso wie die ausgewerteten Gespräche in die Ausstellung des Supermarktes ein.

Durch die Überlagerung des Kreativ.Quartiers Oberhausen-Mitte mit den Entwicklungsprogrammen in der Innenstadt („Soziale Stadt“ mit Teilprojekt „Brückenschlag“) können Impulse aus dem Projekt „Supermarkt der Ideen“ nachhaltig weiter betrieben und in zukünftige Planungen aufgenommen werden.

Der Supermarkt der Ideen ist ein Kooperationsprojekt von StadtBauKultur NRW mit der Stadt Oberhausen, der Wirtschaftsförderung Oberhausen, kitev und dem FraunhoferUMSICHT. Das Projekt wird finanziell gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und im Rahmen des Programms Kreativ.Quartiere Ruhr, einem Projekt der ecce GmbH, durchgeführt.

Link: https://ideensupermarkt-oberhausen.de/

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